Julian Frinken, M.A.

Kontakt

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Institut für Politikwissenschaft

Jakob-Welder-Weg 12

55128 Mainz

 

Raum: GFG 04-328

Mail: frinken@politik.uni-mainz.de

Sprechstundentermine nach Vereinbarung per Mail.

 

 

CV

seit 10/2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

03/2017-09/2020 Wissenschaftliche Hilfskraft im Bereich Politik und Wirtschaft, Institut für Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2016-2020 JGU Mainz: Politische Ökonomie und Internationale Beziehungen (M.A.)

  • Abschlussarbeit: „Das demokratisierende Potenzial einer deliberativen Bürger*innenversammlung im System globaler Klimapolitik“

2011-2016 JGU Mainz: Politikwissenschaft mit Beifach Philosophie (B.A.)

  • Abschlussarbeit mit Auszeichnung: „Demokratische Legitimationsprobleme der Global Climate Governance aus Sicht der deliberativen Demokratietheorie“

 

Forschungsinteressen

  • Deliberative Demokratietheorie
  • Demokratische Innovationen
  • (Globale) Klimapolitik
  • Theorien politischer Repräsentation

 

Dissertationsprojekt: Deliberative Repräsentation in Mini-Publics

Es herrscht eine kontroverse akademische und gesellschaftliche Debatte über die Frage, welche Rollen losbasierte und deliberative Mini-Publics, wie beispielsweise Bürger*innenräte, legitimerweise in demokratischer Entscheidungsfindung spielen können. Ich gehe von der Annahme aus, dass ein besseres Verständnis davon, wie Mini-Publics politische Repräsentation gewährleisten, konstruktiv zu dieser Debatte beitragen kann. Auf Grundlage des „representative claims framework“ (Saward 2010) haben Gül (2019) und Ohren (2021) bereits gezeigt, dass der grundlegende Repräsentationsanspruch von Mini-Publics ein deskriptiver ist. In meinem Dissertationsprojekt argumentiere ich, dass ihnen jedoch komplementär dazu immer auch ein deliberativer Repräsentationsanspruch zugrunde liegt, der sich auf das Handeln der Teilnehmenden für die breite Öffentlichkeit bezieht. Dieser Anspruch wird aus der Praxis deliberativer Beteiligungsformate heraus rekonstruiert und theoretisch begründet, bevor sein analytischer Nutzen für die weitere Frage der legitimen Rollen von Mini-Publics ausgelotet wird.

 

Veröffentlichungen

Monografie

  • Der Bürger*innenrat im System globaler Klimapolitik: Eine Untersuchung des demokratisierenden Potenzials. Baden-Baden: Tectum, 2021.

Sammelbandbeiträge

  • (mit Michael Roseneck): Ziviler Ungehorsam, in: Frühbauer, Johannes/Reder, Michael/Schmidt, Thomas M. (Hrsg.) Rawls-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart: Metzler, 2021, (im Erscheinen).
  • (mit Michael Roseneck): Forst, in: Frühbauer, Johannes/Reder, Michael/Schmidt, Thomas M. (Hrsg.): Rawls-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart: Metzler, 2021, (im Erscheinen).

Rezensionen

 

Wissenschaftliche Vorträge

  • Deliberative Repräsentation in Mini-Publics, am 30.09.2022 im Rahmen der gemeinsamen Tagung „Rationalität und Demokratie“ der Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte und des AK Handlungs- und Entscheidungstheorie in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) in Mainz.
  • Not merely “standing for”, but also “acting for”: the concept of „deliberative representation” in minipublics, am 22.06.2022 im Rahmen der Deliberative Democracy and Public Opinion Summer School in Turku, Finnland.
  • Representing “the people” through lottery? Prospects and Pitfalls of Citizens’ Assemblies, am 18.05.2022 im Rahmen der Ringvorlesung CRiSS – Contemporary Research in Social Sciences des Fachbereichs 02 der Universität Mainz.
  • (mit Claudia Landwehr) Information and deliberation in the Covid-19 crisis and in the climate crisis, am 16.09.2021 im Rahmen des DVPW-Kongress 2021 (online).
  • Repräsentation in Mini-Publics: deskriptiv und deliberativ? am 08.09.2021 im Rahmen des Kolloquium Politische Theorie, organisiert von Dirk Jörke und Claudia Landwehr in Mainz.
  • (mit Claudia Landwehr) Information and deliberation in the Covid-19 crisis and in the climate crisis: Why expertocratic practices undermine self-government and compliance, am 01.09.2021 im Rahmen der ECPR General Conference 2021 (online).
  • Representation in Transnational Mini-Publics: The Example of a Deliberative Global Citizens' Assembly on Climate Change, am 23.06.2021 im Rahmen der 7th Swiss Summer School on Democracy Studies (Frontiers of Democratic Innovations) (online).(mit Michael Roseneck) Deliberation als Kritik in der "postnationalen Konstellation". Methodologie und Anwendung, am 27. November 2020 im Rahmen der Jahrestagung "Kritik" des AK Soziologie der internationalen Beziehungen der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft in Kooperation mit dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung für Friedens und Konfliktforschung in Frankfurt am Main (online).
  • A Deliberative Global Citizens’ Assembly in Global Climate Governance: Exploring Legitimate Linkages to the UNFCCC Process, am 25.08.2020 im Rahmen der ECPR General Conference 2020 (online).
  • Trading democracy for effectiveness? A critique of the demand for technocratic-authoritarian climate policy from the perspective of deliberative democracy, am 28.06.2018 im Rahmen der Third Deliberative Democracy Summer School an der Universität Turku und Åbo Akademi in Turku, Finnland.

 

Outreach und Wissenschaftskommunikation (Auswahl)

  • Demokratie neu gestalten? Zum Potenzial von Bürger*innenräten in der Klimapolitik, am 13.06.2022 auf Einladung der Psychologists for Future (online)
  • Was, wenn wählen allein nicht (mehr) ausreicht? Demokratisches Aufbegehren und institutionelle Reform (Vortrag), am 16.10.2021 auf Einladung des Referats für Politische Bildung des AStA der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen des Aktionswochenendes im Haus Mainusch, Mainz.

Lehre

  • Basisseminar Politische Theorie (WS 2021/2022, SoSe 2022, WS 2022/2023)
  • Basisseminar Wirtschaft und Gesellschaft (WS 2020/2021, SoSe 2021)